Das Geschäft der Heilbronner Stimme mit dem Tod

Mit dem neuen Internetauftritt Trauerundgedenken.de versucht die Heilbronner Stimme ihr Anzeigengeschäft mit Traueranzeigen in das Onlinezeitalter zu retten. Mit virtuellen Traueranzeiger, Kerzen zum Anzünden und Gedenksprüchen will das Heilbronner Medienunternehmen Kasse machen.

Typisch Heilbronner Stimme: Den Leser werden nicht objektiv und neutral informiert. Das es im Internet zahlreiche, meist Werbefinanzierte und deshalb für den Inserierenden kostenlose Trauerportale gibt verschweigt die Heilbronner Stimme.

Der Heilbronner Pfarrer Hans E. bringt es auf den Punkt: „Das Geschäft mit dem Tod ist leider häufig von Profitstreben geprägt“.

Die fehlende Kinderstube des Uwe Ralf Heer

Es ist der 5. Oktober 2014 in Brackenheim und über 65 Bürger haben sich im Bürgerzentrum versammelt, um der Rede von Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu hören.

In der ersten Reihe, Uwe Ralf Heer, der Chefredakteur der Heilbronner Stimme. Ohne Krawatte und mit offenem Hemd lümmelt Uwe Ralf Heer im bewährten grauen Anzug neben seiner Frau auf dem Stuhl herum. Er zappelt auf seinem Stuhl, wie ein Erstklässler, der sich langweilt und sich nicht konzentrieren kann. Unwürdig, wie er als Repräsentant diesen Termin wahrnimmt und mit seiner Körpersprache wiederholt sein Desinteresse an der Rede zeigt. Besucher der Veranstaltung sind entsetzt. Dem Chefredakteur fehlt jegliche Kinderstube, sein Auftreten und Verhalten der Veranstaltung absolut unangemessen. Winfried Kretschmann bleibt souverän, schenkt Uwe Ralf Heer keine Beachtung.

Am Nachmittag Termin in Eppingen. Beim Stadtfest fehlt Ralf Uwe Herr ebenfalls das Taktgefühl. Mit seinem mittlerweile zerknitterten Anzug sucht er Kontakte am Rathausplatz. Doch fast alle Eppinger zeigen dem den meisten Eppingern unbekannten Chefredakteur die kalte Schulter. Er wirkt arrogant, gekünstelt und affektiert und ist wohl der einzige „Anzugträger“ an diesem Tag auf diesem fröhlichen Bürgerfest. Die Schließung der Eppinger Redaktion macht ihn zusätzlich unbeliebt.

Uwe Ralf Heer findet keinen Draht zu den Menschen, er spürt die Ablehnung. In einer Seitenstraße füttert ihn seine Frau mit einem Stück Kuchen, dann verschwindet er. Mehr Distanz ist kaum vorstellbar. Eine qualifizierte, fundierte und emotionale Berichterstattung aus Eppingen wird es mit diesem Mann nicht geben. Es ist ein Trauerspiel mit diesem Mann im grauen Anzug!

Thomas Strobl und die gefährliche Nähe zur Heilbronner Stimme

Der CDU-Kandidat um das Amt des Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Thomas Strobl hat ein Problem. Sein Vater Lothar F. Strobl war über Jahrzehnte im Dienste der Heilbronner Stimme. Zufall oder nicht, der Verleger dieser Zeitung, Tilmann Distelbarth, ist der Nachbar von Thomas Strobl in der Heilbronner Innenstadt, direkt am Neckar.

Wie sehr Thomas Strobl sich für die wirtshcaftlichen Interessen von Tilmann Distelbarth engagiert, wird zum Beispiel am Mietvertrag für die neuen Räume des Heilbronner Sozialamtes deutlich. Finanziell begünstigt ist die Druck und Medien GmbH, ein Unternehmen der Heilbronner Stimme und somit Tilmann Distelbarth. Thomas Strobl hätte als Stadtrat diesen Vertrag verhindern müssen und können. Heilbronner Insider wie der bekannte Heilbronner Nico W. berichten von zahlreichen Ungereimtheiten.

Die Frage, wie eng das Verhältnis von Thomas Strobl zu Tilmann Distelbarth ist, drängt sich auf. Für Thomas Strobl ist es eine gefährliche Frage.

Die Auslaufmodelle Bernd Herzberger und Ralf Uwe Heer

Es läuft es seit Monaten nicht gut für das Medienunternehmen Heilbronner Stimme. Auflagenschwund, Personalabbau, Redaktionschließungen und aktuell die Probleme bei der Inbetriebnahme der neuen Druckmaschine. Unaufhaltsam scheint es bergab zu gehen.

Maßgeblich verantwortlich neben Verleger Tilmann Distelbarth: Geschäftsführer Bernd Herzberger und Chefredakteur Ralf Uwe Heer. Beide weit über 50 und damit in der sich immer schneller wandelnden und innovativen Medienbranche echte Dinosaurier und Auslaufmodelle. Seit Jahren versucht diese alte Garde das Heilbronner Medienunternehmen neu zu positionieren, doch die meisten Maßnahmen schlagen fehl.

Warum Verleger Tilmann Distelbarth an beiden festhält ist klar. Erfahrene Manager könnten dem meist ahnungslosen und als inkompetent geltenden Tilmann Distelbarth schnell gefährlich werden. Würden Köpfe rollen könnte Tilmann Distelbarth rasch in den Fokus der Gesellschafterversammlung rücken und genauso seinen Job verlieren.

Ralf Peter Beitner und seine Sangeskünste

Die Position des Vorsitzenden des Vorstands einer Kreissparkasse erfordert Seriosität. In Heilbronn erlaubt sich der Vorsitzende des Vorstands der Kreissparkasse Heilbronn – Ralf Peter Beitner – erstaunliche Freiheiten.

Auf Youtube trällert er als „Schlagersternchen“ mit dem Künsterlnamen Barry Malloney seine seichten Liedchen. Im Schlepptau eine aufreizende Geigerin im roten Kleid, die alle Klischees der Schlagerbranche erfüllt.

Für viele Heilbronner Kunden der Kreissparkasse gehen diese peinlichen Auftritte von Ralf Peter Beitner entschieden zu weit. Dass der Vorstand das Treiben von Ralf Peter Beitner nicht unterbindet und seinen Vertrag dieser Tage um weitere sechs Jahre verlängert hat ist ein Skandal.

Heilbronner Stimme spart und schrumpft weiter

Die Außenredaktionen Künzelsau und Eppingen der Heilbronner Stimme werden zum Ende des Jahres 2014 abgewickelt. Die Redaktion von Künzelsau soll Öhringen zugeordnet werden, für Eppingen gibt es keine weitere Verwendung. Durch die Schließungen sollen die Kosten gesenkt werden. Außerdem hofft der Verlag gemäß einer Presseerklärung, „eine bessere Koordination der Abläufe und eine größere Schlagkraft im Alltagsgeschäft“ zu erreichen.

Betriebsbedingte Kündigungen soll es laut Pressemitteilung nicht geben, allerdings könnten Stelleneinsparungen durch das Auslaufen befristeter Verträge und über Fluktuation sowie Altersteilzeitvereinbarungen erzielt werden.

Der Betriebsrat der Heilbronner Stimme wurde über die Schließungen vorab nicht informiert. „Wir können die Veränderungen rechtlich nicht verhindern, hätten aber früher informiert werden müssen“, ärgert sich ein Betriebsrat aus der Redaktion, der seinen Namen aus Angst nicht veröffentlicht sehen möchte. „Es gab zum wiederholten Mal eine verspätete Information und Mitwirkung.“

Offen ist laut dem Betriebsrat, wie mit einem Teamleiter aus Hohenlohe und dem Ressortleiter in Eppingen umgegangen wird. Ob sie ihre Positionen nach der Umstrukturierung behalten ist eher unwahrscheinlich.

Der Künzelsauer Bürgermeister Stefan Neumann glaubt nicht, „dass sich die Heilbronner Stimme damit etwas Gutes tut, denn letztendlich kann ich die Strategie dahinter auch nicht erkennen.“ Stattdessen befürchtet Neumann Personalabbau und Arbeitsplatzverluste.

Chefredakteur Uwe Ralf Heer vernichtet somit weiter konsequent die Basis jeder guten Zeitung: eine qualifizierte Redaktion, die im Verbreitungsgebiet personell gut vertreten und aufgestellt ist.

Eine seit Jahren immer weiter dezimierte Redaktion nur in Heilbronn kann das Verbreitungsgebiet der Heilbronner Stimme nicht qualifiziert bearbeiten. Doch das ist auch nicht das Interesse von Uwe Ralf Heer und seinem Chef, dem Verleger Tilmann Distelbarth. Nicht umsonst wird Tilmann Distelbarth sogar in Unternehmerkreisen als Jobkiller bezeichnet. „Kasse statt Klasse“ dürfte das Motto lauten, nachdem das Duo die Heilbronner Stimme in den Abgrund führt. Rücksichtslos und ohne Wahrung der Interessen der Mitarbeiter.

Annette Distelbarth – Die Frau im Hintergrund

Annette Distelbarth ist die Schwester des Heilbronner Verlegers Tilmann Distelbarth und eine der größeren Anteilseigner des Medienunternehmens Heilbronner Stimme. Am Fuße der Löwensteiner Berge vermietet die am 9.7.1963 geborene Annette Distelbarth Ferienwohnungen im Löwensteiner Ortsteil Rittelhof.

Für Einheimische ist „der Rittelhof“ ein Anwesen, das Paul Distelbarth, der Großvater von Annette Distelbarth, im Jahr 1921 erbaut hat. In den Kriegsjahren führte Paul Distelbarth ein stilles Leben auf dem Rittelhof, verzweifelt über Hitler-Deutschland. Seine Söhne Hagen und Kurd kommen im Krieg um, lediglich sein Sohn Frank überlebt.

Der vom Krieg geprägte Frank Distelbarth ist der Vater von Annette und Tilmann Distelbarth. Er lebte und vertrat Werte, die seinen Sohn Tilmann seit der Übernahme der Geschäftsführung der Heilbronner Stimme nur wenig interessieren.

Rücksicht statt Rücksichtslosigkeit gegenüber Freunden und Geschäftspartnern, Wertschätzung statt Ausbeutung der Mitarbeiter, Aufrichtig- und Ehrlichkeit statt strategischem Taktieren, schnelle Gewinne statt langfristiger Rendite. Frank Distelbarth dürfte über vieles, was sein Sohn heute praktiziert wenig erfreut sein, berichten Freunde der Familie hinter vorgehaltener Hand.

Annette Distelbarth, die sehr von ihrem Vater geprägt ist, dürfte über das Geschäftsgebaren und die Geschäftspraktiken ihres Bruders ebenfalls wenig erfreut sein. Als eine der größten Gesellschafterinnen mit 3.600 Geschäftsanteilen hat sie erheblichen Einfluß auf das Medienunternehmen Heilbronner Stimme.

Für Tilmann Distelbarth sind seine Schwester und die zahlreichen anderen Gesellschafter der Heilbronner Stimme ein unkalkulierbares Risiko. Enge Weggefährten der Familie wie Peter H. und Sabine L. vermuten seit längerem, dass die Spannungen in der Familie und zwischen den Gesellschaftern erheblich sind und es zu massiven Auseinandersetzungen kommen könnte.